
- Erscheinungsweise vierteljährlich
- ca. 80 Seiten
- ISSN 1612-4243
- eISSN 2190-8192
- Sprache: Deutsch
EurUP – Zeitschrift für Europäisches Umwelt- und Planungsrecht
EurUP 1/2025 jetzt verfügbar
Was ist eigentlich unter „Umweltrecht“ bzw. „Umweltrechtswissenschaft“ zu verstehen? Ehmann/Sereda-Weidner eröffnen den neuen EurUP-Jahrgang mit einer Spurensuche und Analyse, welche die Entwicklung seit den 1970er-Jahren aufzeigt.
Im Anschluss widmen sich verschiedene Beiträge spezifischen Aspekten des Klimaschutzes: Zunächst beleuchtet Schwerdtfeger das sog. KlimaSeniorinnen-Urteil des EGMR. Sie greift dabei den bislang nur wenig diskutierten Aspekt des Rechtsschutzes bzw. des gerichtlichen Zugangs auf und fragt danach, welche Implikationen das Urteil für die Zulässigkeit von Verbandsklagen auf nationaler Ebene entfaltet. Sodann widmet sich Stäsche den Kompensationsmöglichkeiten des regulierten und des nicht regulierten Kohlenstoffmarktes, auf die Bund und Länder zurückgreifen, um das jeweilige Klima-, Treibhausgas-, Netto-Treibhausgas- oder CO2-Neutralitätsziel ihrer Verwaltung zu erreichen. Den Blick über die Grenze richtet schließlich Glaser mit einem Beitrag über das Klimaanpassungsrecht in der Schweiz.
Die sog. „corporate social responsibility“ (CSR) ist in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus unionspolitischer Aufmerksamkeit gerückt. Das Konzept bzw. die entsprechenden Pflichten sollen dazu führen, dass privatwirtschaftliche Unternehmen zur Verbesserung des Vollzugs des EU-Umweltrechts beitragen. Rothfuß untersucht, wie CSR als verhaltenssteuerndes Konzept den Vollzug des verbindlichen Umweltrechts unterstützen und als alternativer oder ergänzender Ansatz zur Erreichung der umweltpolitischen Ziele der EU beitragen kann. Kläui geht in einem weiteren Beitrag ausgewählten primärrechtlichen Fragestellungen der sog. Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) nach.
Planungs- und Zulassungsverfahren werden häufig als zu langwierig erachtet. Vor diesem Hintergrund wird verschiedentlich auch das Instrument einer Fiktion von nicht fristgerecht ergangenen Behördenentscheidungen eingesetzt. Beckmann analysiert dieses Instrumentarium der Genehmigungsfiktionen im Einzelnen und zeigt mögliche Gefahren auf.
Abgerundet wird das Heft 1/2025 mit einem Beitrag von Mook zu Rechtsfragen der Zwischenlagerung von hochradioaktiven wärmeentwickelnden Abfällen sowie der traditionellen Übersicht von Epiney über die umweltrechtliche Rechtsprechung des EuGH im vergangenen Jahr (2024).
Alle Beiträge der aktuellen Ausgabe sehen Sie hier.
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